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Aprilglut über Flatbush

Im Brooklyn der 1990er zieht ein Jugendlicher zwischen Familie, Küstenmythen und Vorstadtangst einer hungrigen Frauengestalt entgegen, deren Nähe mehr fordert als Mut. Ein düsteres Erwachsenwerden zwischen Legende, Blutlinie und Aprilwind.

Language: German

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An dem Nachmittag, als meine Mutter mich losschickte, Makrelen am Ende der Flatbush Avenue zu holen, blies der Aprilwind vom Wasser her so kalt, als käme er nicht aus dem Atlantik, sondern aus dem Mund von etwas Größerem. Ich war sechzehn und tat noch so, als könnte ich jede Besorgung in einen kleinen Aufstand verwandeln. Ich nahm den langen Weg über Gerritsen Beach, vorbei an den schiefen Veranden und den Höfen, in denen rostige Grills wie Altäre standen. April in Brooklyn roch nach nasser Erde, Benzin und den toten Dingen, die der Winter erst im Schmelzen freigibt. Mein Großvater sagte immer, dass der Wind im Frühling alte Namen zurückbring...