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Der dreibeinige Sommerbote

Als ein zottiger Meeresverkünder im Juni an den Kaianlagen einer scheibenweltartigen Stadt auftaucht, geraten Ämter, Gassenzauber und Volksvernunft in Bewegung. Eine Satire über Bildgläubigkeit, Vorschriften und die Kunst, Unheil ordentlich abzustempeln.

Language: German

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Im Juni roch der Hafen von Scheibenkai nach Tang, Teer und Verwaltungsversagen, als etwas Zottiges zwischen den Pfählen auftauchte. Es watete aus dem Wasser, auf drei Beinen, als habe ein unentschlossener Gott beim Entwurf gespart. Sein Fell hing in nassen Strähnen, die Augen waren rund wie Amtsstempel, der Mund ragte vor wie ein missbilligender Briefschlitz. Die Fischer bekreuzigten sich nach örtlicher Vorschrift, die Marktfrauen kreischten nach eigener, und der Nachtkarrenzauberer Binns begann sofort, Schutzamulette aus altem Heringpapier zu falten. Das Wesen hob eine klauenartige Hand und sprach mit der würdevollen Heiserkeit eines Leuchtt...