Junischnee an den Klauen aus Stein
In einer eingeschneiten Kleinstadt zieht mich eine Waldhütte in einen Schrecken aus Täuschung, Schuld und kalter Nähe. Etwas Spielerisches lauert im Schnee – und jeder Schreck fühlt sich an wie der erste Schnitt.
Language: German
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Als ich den Schlüssel in das aufgequollene Holz der Hüttentür drückte, fiel mir nasser Junischnee in den Nacken. Unten im Tal lag Grün unter Weiß begraben, als hätte jemand die Jahreszeit verwechselt. In Lichtenau sagte man, der Sturm käme alle paar Jahre zurück, um sich etwas zu holen. Ich lachte darüber, bis ich die Spuren sah. Sie begannen an der Veranda: vier tiefe Abdrücke, zu breit für einen Hund, zu rund für einen Menschen. Dazwischen eine schleifende Furche, als hätte ein Schwanz den Schnee gezeichnet. Ich war allein hier draußen, jedenfalls sollte ich das sein. Tom hatte abgesagt, Mara ging nicht mehr ans Telefon, und ich brauchte di...